Mein Name ist David Klüttig. Ich bin Klassik- und Gypsyjazz Gitarrist und Komponist. Ich bin am 2.7.1988 in Weingarten, Süddeutschland geboren.

Seit meiner Kindheit umgibt mich Musik. Vor allem die klassische Gitarre hörte ich schon in frühen Jahren, da mein Vater Roland Klüttig studierter klassischer Gitarrist ist. Erst mit 15 Jahren nahm ich zum ersten Mal eine Gitarre in die Hände. Ich merkte dann sofort, dass dies ein sehr einschneidendes Ereignis für mich war. Mittlerweile weiß ich, wie wichtig es war, dass mein Vater mich nie mit Druck zum Gitarrenspiel gebracht hat, sondern das die Entscheidung von mir kam. Durch die Anleitung meines Vaters, der jahrzehntelange Lehrerfahrung hat, begann eine sehr enge und natürliche Beziehung zu meinem Instrument.  Ohne Zwang, jedoch mit unendlichem Ehrgeiz verging seither kein Tag ohne das Spielen auf der Gitarre. 3 Jahre widmete ich mich ausschließlich der klassischen Gitarre. Damals prägten mich Komponisten wie Heitor Villa-Lobos, Francisco Tárrega, Johann Sebastian Bach Barrios, und Baden Powell. Der Jazz Gitarrist Django Reinhardt, den ich als Kind schon immer hörte ging mir jedoch nie aus dem Kopf. Ich wollte unbedingt so spielen können wie er, wusste aber nicht, wie ich den Gypsyjazz Stil erlenen konnte. Damals gab es noch sehr wenig Lehrmaterial, da die Sinti sich das Gitarrenspiel im Stile Ihres Idols Django Reinhardt von Generation zu Generation mündlich überlieferten. Ein Meilenstein meiner Entwicklung als Gypsy Jazz Gitarrist war ein Konzert des in Ravensburg sehr bekannten Sintigitarristen Bobby Guttenberger. Er zeigte mir ganz kurz nach dem Konzert die Besonderheit des „Sweepings“, bei der man mit dem Plektrum über mehrere Saiten rutscht, um so schnell und kraftvoll spielen zu können. Das Geheimnis war gelöst! Nach diesem Tag hörte ich jedes Solo heraus, das ich von Django Reinhardt zu hören bekam. So entwickelte ich nebenbei mein Gehör, was in der improvisierten Musik der Schlüssel zur wahren Freiheit ist. Nach etwa 2 Jahren begann ich dann meine ersten Konzerte zu spielen. Nochmal 1 Jahr später begegnete ich dann zufällig wieder Bobby Guttenberger auf dem Django Reinhardt Memorial in Augsburg. Dort begann unsere Freundschaft. Seitdem spielen wir regelmäßig Konzerte zusammen. Mindestens 6 Jahre spielte ich mit voller Freude nur noch Gypsyjazz und kam dadurch sehr viel herum. Ich spielte Konzerte mit den Gypsyjazz Größen Lancy Falta, Denis Chang und kann auf zahlreiche wunderbare Jam-sessions zurückblicken. In dieser Zeit lernte ich ganz natürlich sehr viel über Formenlehre, Tonsatz, Harmonielehre, Skalen, Arpeggios und Tonleitern. Dieses fundierte Wissen brachte mich dann wieder zurück zu meinen Wurzeln, der klassischen Gitarre. Das Komponieren begann. Eigene Lieder zu schreiben ist für mich die erfüllendste Art mich auszudrücken. Lieder die ich im Kopf habe real werden zu lassen ist für mich das Größte. So kann ich genau die Musik hören die ich möchte und die ich mir vorstelle. Dabei bemerke ich immer häufiger, dass einfache Melodien meistens die bewegendsten sein können. Nach 2 veröffentlichten CDs mit dem Gypsy Jazz Trio „Triano Gyptano“ kommt nun im Frühling 2016 meine erste solo CD mit klassischen Eigenkompositionen für Gitarre heraus. Darauf freue ich mich sehr. Sie trägt den Namen meiner kleinen Tochter Vida. Auch mein neues Gypsyjazz Trio „die Drahtzieher“ läuft so langsam aber sicher an. Nebenher bin ich sehr beschäftigt mit Konzerten, Gitarre unterrichten und spielen, spielen, spielen…

Mich inspiriert das ganze Leben: Meine Familie, die Natur, Schmerz, Glück, Spiritualität aber auch ganz andere Musik wie Flamenco, Bossa Nova  bis hin zur elektronischen Trancemusik. Ich freue mich darauf, was mein musikalischen Leben für mich noch alles bereithält. Das Wichtigste für mich ist, dass es Freude bereitet und zufrieden macht…